Ein freudiges Fest mit Sonnenschein

...und ein Besucherrekord! So viele Leute mit glücklichen Gesichtern auf unserem Hoffest hätten wir gar nicht erwartet. Es hat rundrum einfach alles gepasst.

 

 

 

 

Die Sonnenstrahlen am Morgen bei der finalen Hoffestbesprechung stimmten uns froh und die letzten Abstimmungen mit den Mitarbeiter wurden getroffen.

Der Kuchenstand war mit 30 runden Blechkuchen und zusätzlich 5 veganen Kuchen bestückt.

Und dann wusste jeder was er zu tun hat, denn die ersten Gäste erschienen und der Besucherstrom riss nicht ab.

 

 

 

 

Dann ging es los:

Mit Kaffee an der Sommerküche,

 

Brötchen aus der Bäckerei,

 

Gemüseverkauf,

 

Hofladenverkauf.

 

 

 

 

Auch die Händler standen bereit, wie zum Beispiel die Beutelsbacher Saftverkostung und

natürlich die Pferde zum Kinderreiten,

Beim Bierzapfteam wurde ordentlich Zwickelbier oder Öko-Urtrunk gezapft.

 

Eine der beliebtesten Aktionen für die Kinder, neben der Strohhüpfburg, ist die Treckerrundfahrt. Vier sollten es sein, acht sind es am Ende geworden.

 

Musikalisch erfreuten die Gäste und uns am Nachmittag Oli und Paule mit ihrer Musik zum Kaffeetrinken.

Abends dann wurde die Laune mit tanzbarer Musik von Trible Trouble noch besser.

Und dann leerte sich der Hof und die Anspannung, die langsam abfiel, wurde ersetzt durch ein tiefes Glücksgefühl. Ich bin wirklich so stolz auf meine Mitarbeiter, meine Kinder und die vielen zusätzlichen Helfer, die Aussteller und Händler, die Musiker, der Puppenspieler, die alle mit dazu beigetragen haben, dass es so ein schönes Fest wurde. Danke allen, ihr seid großartig!

 

 

 

Wenn man mal alles fragen darf

  "Ich bin der Toni" so wurde mir die Hand gereicht und ich musste mich erst einmal dran gewöhnen, dass ich den Fraktionsvorsitzenden der Grünen gleich duzen konnte. Doch bald war das Eis gebrochen und neben der Vorstellung unseres Hofes durften wir Fragen stellen.

Spannend, wenn man politische Entscheidungen nicht so richtig verstehen kann und plötzlich mal Antworten bekommt. Zum Beispiel warum in Sachsen, bei der Richtlinie »Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen", die Bio-Bauern alle Zuschüsse von der Ökolandbauprämie wieder abgezogen bekommen, wo doch im konventionellen Bereich und bei andere Bundesländer der Mehraufwand zusätzlich vergütet wird.

Die erstaunliche Antwort vom sächsischen Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke war: "Das kann man ändern!" Nicht so leicht war die Frage zu beantworten, warum die Auszahlungen beim Schulobst für Bio und konventionell gleich ist, obwohl in allen anderen Bundesländern ein angemessener höherer Ausgleich für den Mehraufwand gezahlt wird!

Aber auch aus dem Nähkästchen des Bundestages wurde geplaudert, was hochinteressant war. Und tatsächlich war der Blick auf die Umweltpolitik ziemlich ähnlich. Denn uns geht es um Klimaschutz, ein gemeinsames Ringen aller Menschen um ein Gleichgewicht in der Natur.

Unser Waldorfschüler bekommt ein Selfi, für seinen Onkel, der schon 20 Jahre bei den Grünen ist. Und erklärt danach: "Der war ja gar nicht eingebildet, das hätte ich nicht erwartet."

Es herrscht eine gute Stimmung, man wird gehört und kann eine positive Herangehensweise auf die Zukunftsfragen heraushören. Denn, und das denke auch ich, wir können was verändern, wenn es jeder einzelne tut.

Umweltschutzmaßnahmen fangen im Kleinen an. Unsere Erde braucht diesen Schutz. Ich freue mich über die Bewusstheit der Menschen in meinem Umkreis, über die Ideen der Jugend und über Aktionen, die von Herzen für unsere Umwelt getan werden. Und ganz ehrlich, wenn man Bio isst, dann tut man doch gleichzeitig einen guten Beitrag für die Umwelt und, welch toller Nebeneffekt, für sich selber am meisten !!!

Unser kleines Buffet ist wunderbar angekommen, wundert mich allerdings nicht, wir sind ja selber unser größter Fan und unser Brot, Käse und Tomaten mit Pesto sind einfach unschlagbar..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf zum Kartoffeln Stoppeln

  Die Kartoffelernte ist im Gange und wer Lust hat kann zum Stoppeln kommen!

Mein Sohn Paule und sein Studienkollege Tim aus Eberswalde sind dieses Jahr für die Ernte gekommen.

 

 

Dafür bedarf es erst einmal ein paar Reparaturen unserer alten Technik.

 

Doch die beiden sind geschickt und bald geht es mit dem Roder auf das Feld.

 

Wir ernten die Frühkartoffeln "Solist" und sind gespannt auf die Erträge, denn dieses Jahr war der Kartoffelkäfer so richtig freudig am Werk. Alle Maßnahmen haben die Invasion nicht aufhalten können.

 

 

Doch wir staunen, dass wir doch relativ große Kartoffeln ernten und so geht es bis spät Abends mit Mario, Oli und Ansgar weiter ans Werk.

 

Es macht immer richtig viel Spaß oben auf der Kombine zu stehen und Runde um Runde die Erde wieder auf das Feld zu werfen und dabei aufzupassen, dass nur einwandfreie Kartoffeln ins Lager kommen.

 

 

 

Wer diesen Genuss auch einmal erleben will: Am Freitag Nachmittag und Samstag Vormittag jeweils zu den Hofladenöffnungszeiten darf man bei uns zum verringerten Preis seine Kartoffeln selber sammeln.

 

Also auf zum Kartoffeln Stoppeln!

Bitte mit Anmeldung Tel: 0376095433... oder im Laden

 

Meine erste Getreideernte

War ich am Freitag Abend froh, als 22.22 Uhr Konstantin mit dem Trecker von der letzten Getreideabfahrt die Hofauffahrt hoch tuckerte und somit alles Getreide von 35ha unter Dach gebracht war.

In dieser Woche ernteten wir 6 ha Dinkel und 2ha Weizen von unseren Flächen.

 

Dafür haben wir einen eigenen Mähdrescher und dieser alte Knabe hat bis auf eine kleine Fläche alles wunderbar gemacht. Jetzt steht er in der Halle und muss repariert werden.

Der Dinkel wächst im Spelz und muss komplett noch einmal geschält werden.

Eine Dinkelschälanlage haben wir auf dem Hof und auch die Reinigungsgerätschaften. Das ist die Winterarbeit von Gerd, der hier auch wacker bei der Hitze auf dem Mähdrescher sitzt.

Zusätzlich ließen wir von zwei Lohnunternehmern die Flächen in Boderitz, 15 ha Roggen und 12 ha Weizen in Kaufungen dreschen. Wie es der Zufall wollte alles gleichzeitig am Freitag. Da gibt es einiges zu koordinieren.

Zuerst muss natürlich die Feuchtigkeit des Getreides geprüft werden und ein Gerät zeigt nach der Beprobung die Werte an. 14% muss es mindestens sein. Mit 11,1% sind wir gut dran.

Dann kommen weitere Fragen: Wer fährt das Getreide ab, zu welcher Zeit, mit welchem Hänger, wohin...und wehe, wenn der Mähdrescher stehen muss, weil irgendetwas nicht klappt!

Eine schöne Zusammenarbeit habe ich mit meinen konventionellen Bauern erfahren. Sie waren alle sehr hilfsbereit, ich durfte die Waagen benutzen und Thomas Sander ließ uns den Umstellungsweizen sogar als erste Getreide überhaupt in sein neues Sacksilo einfüllen, damit es erstmal geschützt ist und später etwas bessere Preise als jetzt zur Erntezeit erzielen dürfte.

Gleichzeitig mussten wir noch zwei Silos aufbauen, um neben den Roggen, auch den Dinkel und den Weizen aus der Ernte für die eigene Bäckerei einlagern zu können. Bei brütender Hitze kletterten meine Männer vom Hof in der Höhe herum. Großer Respekt für alle, die mitgewirkt haben, ganz besonderen Dank an Tim.

Man glaubt es kaum, aber genau am Freitag wurden beide Silos fertig und warteten nur noch auf die Einlaufrohre, denn der Dinkel steht in Big Bags und auf allen verfügbaren Hängern, bereit für seine Einlagerung.

Wenn er geschält ist, wird er zu herrlichem Dinkelbrot, Brötchen und Baguette weiter verarbeitet.


Ich waren ganz schön fertig am besagten Freitag Abend und gleichzeitig so froh. Ich bereite ein schönes Essen in unserem Verandakörbchen vor, denn es gibt was zu feiern. Das war die größte Getreideernte seit Bestehen des Hofes und das erste Mal, seit sich Armin vom Hof getrennt hat, war ich allein dafür verantwortlich. Ihr glaubt nicht, wieviel Steine mir vom Herzen fielen, dass alles richtig gut geklappt hatte..