Jedes Produkt schützt eine Art

Wie kann man mit seinem Kaufverhalten direkt positiven Einfluss auf die Natur und insbesondere auf die Artenvielfalt nehmen? Auf meine Frage, was Konstantin aus dem Angebot vom "Kaufmannsladen" (dem Bioladen in Leipzig, in dem er gerade arbeitet) empfehlen würde, kam sofort die Antwort: "Vivasphera"

Eine Initiative, die mit Bioprodukten wie Wein, Fruchtaufstriche und Wurstwaren gefährdete Arten schützt und sich der Käufer mit dem Genuss aktiv einsetzen kann.

Denn: "Das Artensterben hat bereits gravierendere Auswirkungen als der Klimawandel. In Deutschland gelten über 30% aller Tier- und Pflanzenarten als gefährdet. Die Vogelbestände gingen in den letzten 25 Jahren bei fast 50% der Arten zurück, 25% der Brutvogelarten in Deutschland stehen auf der Roten Liste."(Bundesamt für Naturschutz)

Je ein Produkt steht für den Erhalt einer Art und ist auf dem Etikett abgebildet.

Zum Hoffest haben wir also Vivasphera eingeführt und folgende Arten werden durch unsere Einlistung und natürlich Ihren Kauf geschützt:

Die Vogelarten: Rotschenkel, der Wiesenpieper, Raubwürger, Gelbspötter, Dorngrasmücke

Die Schmetterlingsarten: Schwalbenschwanz, Zitronenfalter

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns, damit einen Beitrag für den Erhalt unserer lebendigen und vielseitigen Natur zu leisten.

Gelungenes Hoffest nach
25 Jahren Guidohof

Wind und ein kleiner Nieselregen hat uns nicht davon abgehalten, ein wunderbares Fest mit vielen aufgeschlossenen und freundlichen Menschen zu feiern.

Weil uns die Kinder als Zukunftsträger so wichtig sind, gab es viele Angebote für sie. Unser Lieblingspuppenspieler ist Frank Schenke aus Leipzig, der schon ein Dauerabo bei uns hat. Er spielte "Petterson und Findus" und die zwei Figuren passen wunderbar auf einen Bauernhof. Viele Mitarbeiter bedauerten, nicht auch mal in der Vorstellung sitzen zu dürfen. Deshalb geht unsere Hoffest-Dankeschön- Ausfahrt auch zum Stück "Die Vermessung der Welt" für Erwachsene. Damit unterstützen wir sogar noch das Crowdfunding.

Die Clowns Suchi, Adel und Jochen von der Spieltour aus Dresden erheiterten mit ihrem Mitspieltheater die Gäste und natürlich war

 

 

 

die Stroh-Hüpfburg mit eingebauter Rutsche ein großes Highlight für die Rasselbande.

 

 

Doch auch die Erwachsenen kamen auf ihre Kosten: Drei Musikergruppen brachten ihre Instrumente zum Klingen. Die Begleitmusik zum Kaffeetrinken spielten Oli und Paule.

Auf der oberen Hallenbühne gaben Guiseppe & Co. mit Straßenmusik am Nachmitttag und

Josa & Udo am Abend mit Blues und Folk ihr Können zum besten.

Vor dem Hoffest haben wir gebacken,

Brote vorbereitet,

Couscoussalat zubereitet und vieles mehr, um die Gaumen der Besucher zu verwöhnen und wer wollte,

konnte auch wieder seine eigene Pizza gestalten und im Holzofen backen lassen.

 

 

Doch was wäre unser Hoffest ohne die vielen Stände, die ihre Produkte aus ökologischen oder anderen wertvollen Bereichen anbieten und die wir jedes Jahr so gern begrüßen. So waren dieses Jahr unter anderen bei uns:

Patrick von Choco del Sol, fast vom ersten Hoffest an dabei: das Baumhaus aus Zwickau,

Weltladen Akelei,

unsere langjährigen Freunde aus der Schafkäserei Salden von der Clodramühle,

Naturbaustoffe Zwickau,

auch lange schon dabei: Liese Lotte (Chemnitz) und

Karuna (Mittelbach).

Zwei Produzenten waren eingeladen:

Beutelsbacher stellte seine Säfte aus samenechter Produktion vor, und ich finde, sie sind ein echtes Geschmackserlebnis.

 

 

Veganett stellte seine veganen Aufstriche zum Hoffest vor.

 

 

Unseren Biogroßhändler Naturkost Erfurt konnte man über die Bio-Bauern im Ausland befragen oder eben am Glücksrad drehen.

 

Am Abend saßen wir sehr glücklich am Lagerfeuer beisammen mit Federweißer und Gitarre und freuten uns gemeinsam, dass wir alles so gut geschafft haben, wir viele Menschen glücklich machen konnten mit unserem Fest und dass wir so eine tolle Gemeinschaft sind :)

 

 

Warum ist uns unser Boden so wichtig?

Um unsere Gesundheit zu erhalten, sind viele verschiedene Nährstoffe wichtig. Diese liefern zu einem großen Teil die vielfältigen Obst- und Gemüsesorten. Doch wo keine Nährstoffe – sprich Mineralien und Spurenelemente – im Boden sind, kann die Pflanze auch nichts gewinnen. Dieses Bewusstsein und die Tatsache, dass unsere Ackerböden täglich in dramatischer Weise abnehmen (siehe dazu das Video „Wenn der Boden schwindet“), brachten Armin vor längerer Zeit zu folgender Erkenntnis:

„Mein Leben und mein Arbeiten möchte ich der Frage zu widmen, wie man langfristig als Landwirt seinen Boden bewahren, pflegen und vor Raubbau schützen kann. Diese Fragestellung brachte mich vor 3 Jahren zu einem Bodenkurs, der von einem fortschrittlichen Praktiker und Demeter-Landwirt und einem Agrarwissenschaftler angeboten wurde. Seit dieser Zeit gehe ich mit dem Thema Boden noch viel bewusster um und stellte auf ein neues Konzept mit flacher, nicht wendender Bodenbearbeitung um. Damit wird die wertvolle Lebenswelt des Bodens nicht zerstört.

Ich habe mir nun zur Aufgabe gemacht, unsere Böden wieder aufzubauen, wobei mir klar ist, dass diese Anstrengungen nicht angemessen honoriert werden. Ich betrachte es als Ehrensache, und freue mich, wenn manche Kunden anhand vom Geschmack feststellen, wie wertvoll unser Gemüse ist.“

Zu der Art der Ackerpflege kamen noch weitere Schulungsinhalte über die Mangel-anzeigenden Unkräuter und das richtige Maß an Düngung. Stressfaktoren für die Pflanzen wurden angeschaut, denn Stress drosselt stets den wichtigsten Lebensprozess, die Photosynthese.

Bio ist also nicht gleich Bio. Unser Ziel sind nährstoffreiche Pflanzen für Ihre Gesundheit und eine gesunde Bodenqualität für unsere nächste Generation.

Zappho - Wer kennt diese grüne Kugel?

Unsere Entdeckung, die wir seid 2 Jahren anbauen, ist der Zappho. Dieser ansehnliche kleine Kerl ist zwar eigentlich ein Kürbis, ähnelt aber geschmacklich und farblich eher der Zucchini. Es macht große Freude, die Früchte beim Wachstum zu begleiten.

 

 

Denn aus der herrlichen Blüte, um die es von Hummeln und Bienen nur so wimmelt, werden kleine hellgrüne Kugeln.

In allen Größen versammeln sich diese um den Haupttrieb zwischen den großen Blättern.

Eine Pflanze wird zu einem sehr großen Busch und innen schaut man in einen leuchtend grünen Dschungel von Blüten, Früchten und Blättern.

Genau wie die Zucchini müssen auch die Zapphos jeden Tag geerntet werden. Auch am Wochenende!

Schon nach zwei Tagen sind sie viel zu groß, denn sie wachsen sehr schnell.

Wie man sie zubereitet? Ganz einfach! Alle Gerichte, die mit Kürbis oder Zucchini kreiiert werden, kann man auch mit dem Zappho zubereiten und da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Besonders gut eignen sich die lustigen Kugeln zum Füllen und man hat dann eine kleine essbare Schüssel vor sich stehen. Probieren Sie aus, Sie werden begeistert sein.

Das Saatgut stammt aus der Kultursaatzüchtung.

Die Züchterin, Ulrike Behrend, ist aus Hamburg und früher sogar mit Armin auf die gleiche Schule gegangen. Deshalb freuen wir uns besonders, dass aus ihrer Züchtung so eine tolle Gemüsesorte für Sie und uns entstanden ist.