Wesensgemäße Tierhaltung beim Demetertreffen

Jeden dritten Samstag im Monat finden sich die Demeterbauern aus Sachsen zu einem Arbeitstreffen zusammen. Diesesmal stand das Thema "Wesensgemäße Tierhaltung" auf dem Programm.

 

 

Der Ort des Geschehens war der Bauernhof Steinert in Cunnersdorf in der Sächsischen Schweiz. Jasper Heilmann, Berater und Ronald Mikus, Geschäftsführer der Demeterarbeitsgemeinschaft Brandenburg und Sachsen waren anwesend und viele Betriebe aus Sachsen.

 

Die Wichtigkeit der Tierhaltung für einen gesunden Kreislauf des Bauernhofes ist uns bekannt, doch welche Eigenschaften die einzelnen Tiergruppen auf unseren Höfen versinnbildlichen, erforschten wir in Gruppenarbeit mit aufschlussreichen Erkenntnissen.

Bei Steinerts liegt das Hauptaugenmerk auf den Kühen. Quark, Joghurt, Frischkäse und Hartkäse wird hier aus der Milch hergestellt. Die Kühe strahlten im Stall eine Harmonie und Ruhe aus, dass man selber das Gefühl hatte, ganz in seiner Mitte anzukommen.

Bei der Kuh stehen alle Prozesse im Zeichen des Verdauens und so konnten wir sie in Gleichmütigkeit fressen sehen oder, in völliger Selbstvergessenheit liegend im Stroh, wiederkauend. Nur der Kälberstall war lebendiger und neugieriger.

 

Bernhard Steinert erklärte uns viel über die Zusammenhänge und Notwendigkeiten, die einen verarbeitenden Milchbetrieb beschäftigen und bei der wesensgemäßen Tierhaltung anfangen. Und das macht er vorbildlich! Nicht umsonst hat er die Sächsische Tierschutzmedaille verliehen bekommen.

Aber auch andere Tiergruppen beobachteten wir. Die Schweine gaben uns allen den Eindruck:

Hier fühlt man sich sauwohl und so im Heu verbuddelt und aneinandergekuschelt spürte man fast menschliche Verbundenheitsgefühle.

Anders die gackernden, lebendigen Hühner, die sich um ihre Futtersuche mit pickenden Schnäbeln kümmerten. Hier wirkten wir als Menschen eher störend, denn hier hat der Hahn was zu sagen und passt vorbildlich auf seine Frauenschar auf.

Es ist immer wieder inspirierend für uns Bauern und Bäuerinnen zusammen mit Gleichgesinnten an den verschiedenen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Themen zu arbeiten.

Es ist eine ganz besondere Verbundenheit und ein lehrreicher Weg, sich durch seine Demeterkollegen anspornen zu lassen, Freud und Leid miteinander zu teilen und zu wissen, dass man sich aufeinander verlassen kann.

 

 

Mit Bernhard und Eva verbindet uns eine 25 jährige Freundschaft. So hängten wir auch einen Tag Sächsische Schweiz hintenran und wanderten durchs Polenztal.

 

 

 

Übrigens unser Tipp:

Die Steinerts bieten Urlaub auf dem Bauernhof an:) Mittendrin im Hofgeschehen, köstlichste Demeterprodukte aus Käserei und hofeigener Bäckerei und unweit vom herrlichen Wander- und Klettergebiet der Sächsischen Schweiz.

Tel: 03597581649 

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FÖJ-Tag zum Thema "Gesunde Ernährung"

Freiwilliges ökologisches Jahr, was ist das? Jungen Menschen wird die Möglichkeit gegeben, ein Orientierungsjahr in einem ökologischen Projekt ihrer Wahl zu erleben. Meist ganz praktisch gestaltet, erleben sich die jungen Erwachsenen. Es macht viel Freude zu sehen, wie prägend so ein Jahr sein kann. So erhalten wir immer wieder Feedbacks von unseren Ex-FÖJlern, wie selbstsicher sie das Jahr gemacht hat. Gesine und Lisa sind seit September bei uns im Einsatz.

Ja, hier entwickeln sich Persönlichkeiten, die nach dieser Zeit viel besser wissen, was sie wollen, die sich gefestigter durchs Leben bewegen. Meist gehen sie in ein Studium und manchmal in den ökologischen oder den sozialen Bereich, manchmal streben sie auch die Lehre im Ökolandbau an oder gehen an die  HNE Eberswalde, um dort einen Studiengang auszuwählen.

Aber immer bringt es einen Riesenschritt zu sich selber. Fünfmal im FÖJ- Jahr treffen sich die jungen Menschen beim Träger der Grünen Liga zu gemeinsamen Themenwochen. Bei dem Thema "gesunde Ernährung" haben Anni und Nick uns angefragt. Wir rechneten mit viel Input, den wir leisten sollten, aber nein! Sie wollten arbeiten, anpacken! Und los ging es. Uns fiel einiges ein, was es zu tun gibt.

Die restlichen Rote Bete wurden gerntet, der schwarze Rettich durfte seinen Feldplatz verlassen, um ins Lager zu wandern. Zum Glück hatten wir soo schönes Wetter und konnten in der Sonne den Novembertag genießen. Auf der Weide stehen die Kühe und schauen zu und man bekommt das Gefühl: sie freuen sich an dem spannenden Treiben!

Ebenfalls viele Hände werden beim Räumen des großen Gewächshauses gebraucht. Die Tomatenzeit ist nun endgültig vorbei und die abgeernteten Pflanzen, die Schläuche, die Fliese und das Unkraut sollen geräumt werden.

Armin stellt die Hänger bereit und mit Schwung wird alles aufgeladen.

Weil das Thema "gesunde Ernährung" ist, wird die saisonale Kürbissuppe gekocht, dazu unser leckeres frischgebackenes Brot, das passt zur Jahreszeit und erwärmt die Arbeitswilligen. Wir beantworten alle Fragen zum Hof und danach geht es raus zur zweiten Schicht und dieses Mal werden die Teams mit Anni und Nick gewechselt.

Zum Abschluss gibt es selbstgemachte Marmelade und Tee, naja und für die Kaffeetrinker... ob es gesund ist, muss jeder selbst entscheiden!

Ein schöner Tag, Danke der Sonne für ihre Strahlen und Danke euch FÖJlern und natürlich Anni und Nick für eure Hilfe. Ihr habt viel geschafft!

 

Die Guidos im Puppentheater

Nach jedem Hoffest hat sich unser Team etwas Besonderes verdient. Und so denken wir uns immer etwas Schönes aus, um gemeinsam Zeit zu verbringen und den tollen Einsatz an unserem Hoffesttag zu würdigen.

 

Dieses Jahr äußerten einige den Wunsch, auch einmal das wunderbare Puppenspiel von unserem Lieblingspuppenspieler Frank Schenke sehen zu wollen.

 

Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet dieses Jahr eine ganz außergewöhnliche Inzenierung geplant war:

"Die Vermessung der Welt" ein Puppenspiel für Erwachsene. Mit unserer Unterstützung erreichte das crowdfunding die benötigte Summe und wir sicherten uns unsere Karten für den 3.11.2017.

 

 

Am Freitag machten wir uns auf in Richtung Leipzig. Auf dem Hof gab es noch ein nettes Stehcafe in unserer Bachstube und dann ging es mit dem Bus ab in die Sachsenmetropole.

 

 

 

Wir wählten eine Pizzeria aus, um erst einmal gut gesättigt zu sein.

 

 

 

 

 

Nachdem auch die Letzte ihre Gourmetpizza bekommen hat, fuhren wir weiter ins "Puppentheater Sterntaler"

 

 

 

 

Dort wurden wir schon erwartet, denn neben den zwei Puppenspielern Frank Schenke und Ralf Kiekhöfer warteten Alexander von Humbold und Carl Friedrich Gauß als eigenwillige Masken auf uns.

Das Spiel macht Lust auf mehr: wer den Roman von Daniel Kehlmann noch nicht gelesen hat, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.

Mich hat beeindruckt, dass so deutlich dargestellt wurde, wie die Erziehung unserer Kindheit unsere Verhaltensweisen im Erwachsenenalter beeinflusst, wie die Betrachtungsweise des Einzelnen nur einen Bruchteil des Gesamten darstellt und wie ideenreich man so ein Thema spielerisch umsetzen kann.

Ja, lieber Frank, das habt ihr toll gemacht! Denn herzliches Lachen, Nachdenklichsein, sich Wiedererkennen und Staunen wechselten sich ab. Ein gelungener Abend fanden wir.

Ein Küsschen für euch Puppenspieler und eine Weiterempfehlung für alle, die einen besonderen Abend in Leipzig mit Frank Schenke erleben wollen. Zum Theater Fingerhut

 

Herbsternte und Sonnenschein

Da lacht das Herz des Bauern, wenn man im Trockenen sein Lagergemüse einbringen kann!

Unsere beiden FÖJ-Mädels Lisa und Gesine finden es auch Klasse unsere wunderschönen Kohlköpfe zu schneiden. Nun wandern sie ins Lager und spätestens in der Weihnachtsökokiste werden die Rotköhler in die Kisten gepackt.

 

Und welch ein Glück, so sind wir als Guidohof durch unseren Kohl ein bisschen mit bei Ihrer Weihnachtsfeier. Wenn auch nicht als Rotkohlweihnachtsbaum, wie hier auf dem Bild:)

Dieses Jahr haben wir auch dafür gesorgt, dass reichlich Sauerkraut bereit steht, denn der Dill trocknet gerade und letztes Jahr hatten wir keine gute Kohlernte, dieses Jahr schon!

Ob unsere Anbauweise nach der "Grünen Brücke", unsere Liebe bei Aussaat, Pflege, Pflanzung und Ernte oder aber das Wetter diesesmal verantwortlich sind, wer weiß. Wahrscheinlich alles zusammen!

 

Auf jeden Fall sind wir dieses Jahr sehr zufrieden mit unserem Kohl. Aber auch Endivie, Zuckerhut, Mangold, Radiccio und Chinakohl sind dieses Jahr üppig und schön und ernährungsphysiologisch ganz oben anzusiedeln. Denn an Mineralstoffen und Vitaminen haben alle viel zu bieten.

Noch dazu sind die Bitterstoffe sehr hilfreich für die Verdauungsvorgänge. Wem es allerdings zu bitter ist, auch ok, geschnitten und mit lauwarmen Wasser abgespült hat man die sanftere Variante.

Alle Produkte der Herbsternte finden sie in unserem Online-Shop und Sie können sicher sein, dass angefangen vom samenechten Saatgut und den geschmacklich ausgezeichneten Sorten, der liebevollen Aufzucht, Pflege und der Ernte und der Regionalität unser Kohl alles genießt, was ein guter Kohl brauchen kann: Einen Besseren gibt es nicht!

Guten Appetit!